Die Erneuerung von Fugen und Silikon ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um Ihr Badezimmer optisch und hygienisch aufzufrischen, ohne dass Sie eine Komplettsanierung in Kauf nehmen müssen. Bevor Sie jedoch neues Material auftragen, ist die gründliche Vorbereitung das A und O. Entfernen Sie zunächst das alte Silikon mit einem scharfen Cuttermesser oder einem speziellen Fugenkratzer vollständig aus den Kanten und Ecken. Auch die alten Zementfugen zwischen den Fliesen sollten Sie mit einem Fugenkratzer oder einem kleinen Meißel bis auf den Untergrund auskratzen; arbeiten Sie dabei behutsam, um die Glasur der Fliesen nicht zu beschädigen. Anschließend saugen Sie alle Ritzen gründlich ab und reinigen die Bereiche mit einem Entfetter oder einem alkoholhaltigen Reiniger, damit wirklich kein Rückstand von Seife oder Kalk zurückbleibt, der die Haftung beeinträchtigen würde. Lassen Sie alles vollständig trocknen, denn Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für vorzeitigen Schimmelbefall in frischen Fugen.
Im nächsten Schritt geht es an das Auftragen der neuen Fugenmasse, wobei sich für Nässebereiche wie Duschwannen oder Waschbecken ein flexibles Silikon aus dem Fachhandel empfiehlt, während für die Fliesenflächen ein zementärer oder epoxidharzbasierter Fugenmörtel ideal ist. Mischen Sie den Fugenmörtel nach Herstellerangaben an und drücken Sie ihn mit einem Gummispachtel diagonal in die Fugen, sodass diese vollständig gefüllt sind. Ziehen Sie überschüssiges Material direkt ab und glätten Sie die Fugen nach kurzer Antrocknungszeit mit einem feuchten Schwamm, wobei Sie das Wasser regelmäßig auswringen, um Schlieren zu vermeiden. Für die Silikonfugen kleben Sie die angrenzenden Flächen mit Malerkrepp ab, setzen das Silikon mit einer Kartuschenpistole gleichmäßig auf, und glätten Sie die Naht mit einem Fugenglätter oder einem in Spülwasser getauchten Finger. www.raumundsinn.de Glätten, bevor das Silikon häutet, und lassen Sie alles gemäß der Anleitung trocknen; dies kann je nach Produkt zwischen zwölf und vierundzwanzig Stunden dauern.

Zum Abschluss sollten Sie die frischen Fugen versiegeln, was der Langlebigkeit stark zugutekommt und gleichzeitig die Pflege erleichtert. Tragen Sie nach vollständiger Aushärtung eine dünne Schicht eines speziellen Fugenversiegelers auf, der wasserabweisend wirkt und das Eindringen von Feuchtigkeit sowie Schimmelsporen minimiert. Prüfen Sie außerdem kritisch, ob in Ihrem Bad weitere Schwachstellen wie undichte Anschlüsse an der Badewanne oder ein poröser Dichtungsstrang am Fenster vorhanden sind, und beheben Sie diese direkt mit, denn auf diese Weise können Sie Ihr Bad modernisieren, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Mit etwas Geduld und den richtigen Werkzeugen erhalten Sie ein Ergebnis, das aussieht wie von einem Profi, und Sie sparen sich nicht nur den Ärger über bröselnde Fugen, sondern auch die Unannehmlichkeiten einer staubigen Baustelle. Wenn Sie regelmäßig lüften und die Flächen trocken halten, bleibt Ihre Arbeit über Jahre hinweg erhalten – so lässt sich das Badezimmer gezielt aufwerten, und Sie haben das Gefühl, ein Stück weit neu zu baden, ohne dass Sie deshalb eine umfassende Renovierung durchführen mussten. So gelingt es Ihnen, Ihr Bad zu modernisieren und ihm gleichzeitig eine frische, gepflegte Ausstrahlung zu verleihen, die den gesamten Raum wirken lässt wie neu.